


Eingetragen im Seeschiffsregister Hamburg am 02.02.1984 unter der Nummer 14138. Unterscheidungssignal DHTV.
Konstrukteure: Ania und Daniel Bombigher, Frankreich
Werft: Chantiers U.M.M. Redon, Frankreich, Baujahr 1977 / 78
Baumaterial: Rumpf und Deckstreben Stahl verzinkt, Aufbauten in Holz, Deck und Kajütdächer Burmateak, Masten und Spieren Holz verleimt. Rumpf ist schwarz, Aufbauten, Masten und Spieren weiß gestrichen.
Segel: Gaffelrigg, mit Topsegel und Fisherman wie auf Abbildung ca. 170 qm. Material Dacron, Groß- und Schonersegel 1998 neu von North-Sail. Rollreffanlage am Vorstag mit Rolly Tusker-Segel 1999 neu eingebaut. Für Leichtwind sind ein Blister mit Strumpf, für Passatwind entsprechend zwei auszubaumende Passatsegel vorhanden. Bei eingerolltem Vorsegel kann ein schwerer Klüver gesetzt werden.
Kurzbeschreibung: Klassischer Gaffelschoner in Anlehnung an die um 1870 gebauten Lotsenschoner an der US-Ostküste. Diese Schiffe mußten äußerst seetüchtig und schnell sein (um als erster den Job zu kriegen) und zudem so handlich zu segeln, daß sie, nach Absetzen der Lotsen, vom Bootsjungen allein zurückgesegelt werden konnten. Ein Grund dafür sind die um 12° nach achtern geneigten Masten, welche fliegende Backstag erübrigen. Als Besonderheit hat sie zwei hintereinander angeordnete Schwerter, die einen optimalen Trimm ermöglichen und dadurch den Autopiloten stark entlasten und auf einigen Kursen sogar erübrigen.
Maße: LüA lt. Schiffsmeßbrief: 15,3 m (ohne Klüver, Heckdavids) LüA total 19,8 m, Breite 5,0 m (mit Rüsten 5,3 m), Tiefgang ca.1,6 m, mit voll ausgefahrenen Schwertern ca. 2,6 m, Grosstonnage 23 Brt., Verdrängung ca. 32 t.
Tankkapazitäten: Frischwasser ca. 1.100 Liter, Dieselkraftstoff ca. 1.400 Liter, davon für jede Maschine ein Haupttank von 600 Liter und ein Tagestank von 100 Liter. Durch eine fortlaufende Zirkulation zwischen Haupttank und Tagestank über ein Filtersystem mit elt. Pumpe ist selbst bei verschmutztem Brennstoff der Zufluß sauberen Dieselöls zur Maschine gewährleistet. (Wichtig beim Tanken in exotischen Gegenden!)
Motoren: 2 x Perkins M 50 mit Hurth Getriebe, Bj. 1995, je ca.1700 Betr.Std., beide Propeller dreiblättrige "Max-Props" (die Blätter drehen sich beim Segeln automatisch in Fahrtrichtung).
Beiboot: Festes GFK-Dinghi, 2,9 m in den Davits, passend zum klassischen Stil der Yacht, 6 Ps. Yamaha.
Ausrüstung: Komplett für große Fahrt ausgerüstet, mit Sharp - Autopilot, Radar, GPS, Inmarsat C Satellitenkommunikationsanlage, ICOM SSB-Funkanlage, UKW-Funk, Wetterfax, Barograph, Epirp, Rettungsinsel im Container, 1,5 Kw - 24/240 V Inverter, u.v.m.
Raumaufteilung: Das Schiff ist mit 6 Kojen in 3 Kabinen für private Nutzung ausgelegt. Der recht große Salon liegt vor dem Cockpit. An Bb. die Pantry, davor die Navigation mit Kartentisch. An Stb. ein Tisch für 6 - 7 Personen mit U-förmigem Sofa. Vom Durchgang nach vorn zu den Kabinen führen nach beiden Seiten Türen zu den beiden sehr geräumigen Maschinenräumen. Davor befindet sich an Bb. die Eignerkajüte mit einem bequemen Doppelbett, davor der separate Toilettenraum. An Stb, eine gleich große Kabine für Gäste, und sofern keine an Bord sind, ein gemütlicher Leseraum mit Bücherschrank, Fernseher mit Recorder und einem breiten Sofa, welches mit wenigen Handgriffen in eine Pullmankoje für zwei Personen umgerüstet werden kann. Im Vorschiff ist eine weitere Kabine mit zwei Kojen, welche gemeinsam mit der Gästekabine eine Toilette hat. Das Schiff hat einen Durchgang von achtern nach vorn und zusätzlich je einen Niedergang zu den mittleren und der vorderen Kajüte.
Handling: Die "Sitting Bull" ist problemlos von 2 Personen zu segeln. Mit ihrer Weltumsegelung hat das Eignerehepaar dafür den besten Beweis erbracht. Das Heißen der beiden Gaffelsegel erfolgt über 4 elektrische Winschen, kann aber ohne große Schwierigkeiten notfalls auch ohne Winschen von einer Person erledigt werden. Es dauert nur etwas länger. Nach dem großen Törn wurde im vergangenen Jahr auch noch die neue Rollreffanlage installiert. Durch die beiden Propeller wird das Manövrieren und das An- und Ablegen bei engen Verhältnissen erheblich erleichtert. Überdies bringen zwei Maschinen mehr Sicherheit, besonders bei kleiner Crew.
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